Was tun gegen Fadenalgen?

Fadenalgen im Teich? Was kann man dagegen tun?

Fadenalgen brauchen 2 Dinge zum leben: Nährstoffe und Licht.
Da jeder Gartenteich im Vergleich zur Natur mit Fischen überbesetzt ist, hat man fast immer zuviele Nährstoffe im Teich.
Vermutlich ist das Wasser Ihres Teiches durch den Filter schön klar. Das ist aber eigentlich recht unnatürlich, denn auch in der Natur ist nährstoffreiches Wasser nie klar, sondern wimmelt von Kleinstlebewesen, Schwebealgen, Bakterien und vieles mehr.
Fadenalgen nutzen diese Chance, klares und nährstoffreiches Wasser zu haben.
Auf natürlicher Weise werden Sie die Algen nur los, wenn Sie entweder das Licht ausschalten, also den Teich so schattig wie möglich gestalten.
Das ist in den meisten Fällen schlecht möglich. Oder Sie schalten die Nährstoffe aus, d.h. Fische raus aus dem Teich oder zumindest nicht füttern.
Das was oben in den Fisch hinein kommt, kommt unten als Dünger wieder heraus. Die Menge, die Sie füttern ist reiner Dünger für die Algen.
Futter enthält Phosphate und andere Nährstoffe die wasserlöslich sind und deshalb ist es wirklich sehr wichtig, dass man nur soviel füttert, wie innerhalb von 1-3 Minuten sofort gefressen wird. Futter das länger schwimmt, ist zum einen zuviel für die Fische und zum anderen lösen sich dann die Nährstoffe im Wasser. Diese stehen dann den Algen und nicht dem Fisch zu Verfügung.
Fische dürfen im Sommer max. mit 1-2 % des Körpergewichtes gefüttert werden, wovon man noch die natürliche Nahrung wie Mücken, Wasserflöhe usw. abziehen müsste. Alles andere Futter ist zuviel und lässt die Algen wachsen. Besser ist, wenn die Fische immer etwas Hunger haben. Dann sind sie aktiver und meist gesünder. Koi fressen dann sogar auch die Fadenalgen.

Algenfressende Fische:
  • Die Nasen fressen nur den grün/braunen Belag von den Wänden, nicht direkt die langen Algenbüschel.
  • Die Graskarpfen fressen wirklich gerne und sehr gut Fadenalgen, allerdings nur, wenn sie nicht gefüttert werden. Sie fressen natürlich auch andere Pflanzen, bevorzugen gern Entengrütze, Wasserpest usw.. Als erwachsene Tiere aber auch härtere Pflanzen und sogar Seerosen.
  • Die Fledermausfische bzw. Wimpelkarpfen wären alternativ noch gute Algenfresser, die auch nich so groß werden. Sie sollten aber in einer Gruppen von mindestens 3 Tieren gehalten werden und sind recht teuer.
UV-Geräte:
  • Ein UVC-Gerät hilft bei Fadenalgen nicht und tötet nur die Algen ab, die durch das Gerät gepumpt und von dem UVC Licht bestrahlt werden.  Das sind Schwebealgen, die das Wasser grün färben.
  • Es ist darauf zu achten, dass einmal jährlich die UV-Leuchtstofflampe gewechselt und das Quarzglas gereinigt wird, damit das Licht auch die Algen ausreichend und intensiv bestrahlen kann.
  • Die dazugehörige Pumpe muss entsprechend passend sein, damit das Wasser nicht zu schnell an der Lampe vorbei fließt und die Bestrahlungszeit somit nicht ausreicht.
Chemische Mittel:
  • Ansonsten helfen nur noch ein chemisches Mittel, wir empfehlen Osaga Fadenalgenvernichter oder Tripond Algen-Stop.
  • Die Wirkung setzt erst nach 1-2 Wochen richtig ein, hält aber länger vor. Diese Mittel sind absolut ungefährlich für die Fische.
  • Andere Mittel die z.B. Kupfer enthalten oder auch das Peroxid helfen zwar schnell und nur kurzfristig, können aber auch gefährlich für die Fische werden.
  • Es müssen vorher dann immer die Wasserwerte, insbesondere der. pH- und KH-Wert getestet werden!