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Fadenalgen im Teich? Was kann man dagegen machen?

Fadenalgen brauchen 2 Dinge zum leben: Nährstoffe und Licht. Da jeder Gartenteich im Vergleich zur Natur mit Fischen überbesetzt ist, hat man fast immer zuviele Nährstoffe im Teich.
Vermutlich ist das Wasser Ihres Teiches durch den Filter schön klar. Das ist aber eigentlich recht unnatürlich, denn auch in der Natur ist nährstoffreiches Wasser nie klar, sondern wimmelt von Kleinstlebewesen, Schwebealgen, Bakterien usw.
Fadenalgen nutzen diese Chance klares und nährstoffreiches Wasser zu haben.
Auf natürliche Weise werden Sie die Algen nur los, wenn Sie entweder das Licht ausschalten, also den Teich so schattig wie möglich gestalten. Das ist meist schlecht möglich. Oder Sie schalten die Nährstoffe aus, d.h. Fische raus oder zumindest nicht füttern.
Das was oben in den Fisch rein kommt, kommt unten als Dünger wieder raus. Die Menge, die Sie füttern ist reiner Dünger für die Algen.  Desweiteren enthält Futter Phosphate und andere Nährstoffe, die wasserlöslich sind, deshalb ist es wirklich sehr wichtig, dass man nur soviel füttert, wie innerhalb von einer Minute sofort gefressen wird. Futter, das länger schwimmt ist zum einen sowieso zuviel für die Fische, zum anderen lösen sich dann die Nährstoffe im Wasser und stehen dann den Algen und nicht dem Fisch zu Verfügung.
Fische dürfen im Sommer max. mit 1-2% des Körpergewichtes gefüttert werden und davon muss man noch die natürliche Nahrung wie Mücken, Wasserflöhe usw abziehen. Alles andere ist zuviel und lässt die Algen wachsen. Besser ist, dass die Fische immer etwas Hunger haben. Dann sind sie aktiver, meist gesünder und sogar Koi fressen dann auch Fadenalgen.
Algenfressende Fische:
Nasen fressen nur den grün/braunen Belag von den Wänden, nicht direkt die langen Algenbüschel.
Die einzigen Fische wären Graskarpfen, die fressen wirklich gerne und gut die Algen, allerdings nur, wenn sie nicht gefüttert werden. Und sie fressen auch andere Pflanzen, besonders gerne Entengrütze, Wasserpest usw, als erwachsene Tiere aber auch härtere Pflanzen und sogar Seerosen.
Ein guter Algenfresser wäre noch der Fledermausfisch oder Wimpelkarpfen, der muss aber in Gruppen von minimum 3 Tieren gehalten werden und ist recht teuer.

Ein UVC-Gerät hilft bei Fadenalgen gar nicht. Ein UVC-Gerät tötet nur die Algen ab, die durch das Gerät gepumpt werden und von dem UVC Licht bestrahlt werden.  Also Schwebealgen, die sonst das Wasser grün färben.
Dabei ist darauf zu achten, dass einmal jährlich die Leuchtstofflampe gewechselt wird und das Quarzglas gereinigt wird. Sonst kommt das Licht nicht an die Algen. Und die dazugehörige Pumpe muss passend sein, sonst fließt das Wasser zu schnell an der Lampe vorbei und die Bestrahlungszeit reicht nicht aus.

Ansonsten hilft nur noch ein chemisches Mittelchen, wir empfehlen unser FAK oder den Osaga Fadenalgenvernichter. Die Wirkung setzt erst nach 1-2 Wochen ein, hält aber länger vor und das Mittel ist ungefährlich. Andere Mittel, die z.B. Kupfer enthalten oder z.B. auch Peroxid helfen zwar schnell, aber nur kurzfristig und können auch gefährlich für die Fische werden. Es müssen vorher dann immer die Wasserwerte, insb. pH und KH getestet werden!